ࡱ> ;=:5@ 0P bjbj22 .,XXPBBBBBBBV V tvvvvvv$R|B BB *** xB B t* t**@BB@ v J@t0@y"y@VVBBBByB@4 * VV$ z $VVz Deutschlehrertag Belfast, 22. Juni 2009 Film: Goodbye Lenin! Verlauf: Wolfgang Becker nannte seinen Film ein symbolisches Begrbnis. Was wurde zu Grabe getragen? Und warum? 1. Kurzer historischer berblick als Hintergrund zum Film Nach dem Fall der Mauer, der am 9. November 1989 begann, dauerte es nur ein Jahr, bis zur Wiedervereinigung Deutschlands. Das Tempo der politischen und wirtschaftlichen Reformen und Vertrge war atemberaubend. Kein Wunder, dass viele Menschen das nicht so leicht nachvollziehen konnten. Ostdeutschland wurde praktisch annektiert, der ostdeutsche Staat verschwand sehr schnell. Warum so schnell? Teilweise war dieses Tempo sicherlich mit Ereignissen verbunden, die sehr schnell einfach Tatsachen schufen: Viele Ostdeutsche erklrten sie wrden im Osten bleiben, wenn Reformen geschaffen wrden, und zwar schnell, und wenn ihr Lebensstandard schnell dem des Westens angeglichen wrde. Ich glaube auch, dass die Regierung unter Bundeskanzler Kohl den Ostdeutschen zu viele Versprechungen machte, damit sie ihn und seine Christdemokraten whlen wrden. Die meisten dieser Versprechungen konnten einfach nicht gehalten werden. Damit setzte die Desillusionierung ein. Die Arbeitslosigkeit im Osten, die vorher praktisch unbekannt war, stieg schnell. Die Ostdeutschen berfluteten Westdeutschland auf der Suche nach Arbeit. Der Solidarittszuschlag wurde eingefhrt, ein Beitrag der Westdeutschen zum Aufbau Ostdeutschlands. Es gab Ressentiments. Allmhlich wurde es den Ostdeutschen klar, dass sie vom Westen berrannt worden waren, dass ihre Lebensweise ihnen weggenommen worden war, dass alles, woran sie geglaubt hatten, weg war, bis hin zu den westlichen Produkten, die ihre eigenen in den Lden verdrngt hatten. So entwickelte sich allmhlich eine Gegenreaktion: die Ostalgie. Bis zur Jahrtausendwende hatte diese Nostalgiewelle einen Hhepunkt erreicht: Es gibt inzwischen zahlreiche touristische Attraktionen, die die alte DDR feiern, die Reliquien und Andenken verkaufen. In Berlin soll ein DDR-Freizeitpark geschaffen werden, der das Alltagsleben der DDR wieder aufleben lassen soll. Es gibt regelmige Ostparties: Man verkleidet sich als Jungpioniere. Es gibt Geschfte, die DDR-Andenken verkaufen, sowie auch Versandhuser, die sich auf Lebensmittel spezialisieren. Ein Reiseveranstalter bietet Stadtfahrten durch Berlin in einem Trabi an. In Ostberlin wurde der Kampf um das Ampelmnnchen gewonnen. Aber: In einer Umfrage wollen nur 10 % der Ostdeutschen das alte Regime zurckhaben. Im Westen sind es sogar noch weniger. Seit dem spten neunziger Jahren gibt es auch Filme, zum Thema. Zum Beispiel Sonnenallee. Auch Goodbye Lenin! passt zu diesem Phnomen. Warum aber fand dieses symbolische Begrbnis so spt statt? Die Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten fand mit einer so atemberaubenden Geschwindigkeit statt, dass es lange dauerte, bis sich die Situation konsolidiert hatte. Man braucht eine gewisse zeitliche und emotionale Distanz, bis man sich mit doch traumatischen Ereignissen auseinandersetzen kann und dann so etwas wie Trauerarbeit leisten kann. Erst jetzt wachsen Ost- und Westdeutschland langsam zusammen. Erst jetzt findet man Worte dafr, den Verlust auszudrcken. Goodbye Lenin! war brigens ein groer Renner in Deutschland (sechs Millionen Zuschauer) und auch hierzulande war er nach Lola rennt der erfolgreichste Film aller Zeiten. Einige historische Eckdaten, die auch im Film eine Rolle spielen: Juli 1989: Tausende von DDR-Brgern verlassen das Land ber Ungarn nach sterreich oder belagern die Botschaften in Prag und Budapest. 4.9.89: Zum vierten Mal demonstrieren in Leipzig mehrere hundert Menschen fr Reisefreiheit statt Massenflucht. 6.10.89: Eine Ansprache von Honecker anlsslich des 40-jhrigen Bestehens der DDR. Gorbatschow ist zu Gast. 7.10.89: 40. Jahrestag der DDR. Parade der Nationalen Volksarmee vor dem Palast der Republik. Demonstationen in vielen Teilen der DDR fr Reformen. Wir bleiben hier! und Gorbi, hilf uns! 18.10.89: Honecker wird vom Zentralkomitee der SED von seinem Amt als Generalsekretr der SED entbunden. Er tritt auch von seinen anderen mtern zurck. Dazwischen immer wieder Demonstrationen. 9.11.89: Neue Reiseregelung beschlossen mit unmittelbarer Wirkung. Tausende von Menschen an den Checkpoints. Am Brandenburger Tor klettern Tausende von Menschen auf die Mauer und feiern deren Fall. 10.11.89: Brandt und Kohl in Berlin, Kundgebung. Wir sind jetzt in der Situation, wo zusammenwchst, was zusammengehrt. im November: Allmhliche ffnung aller Grenzbergnge, Mauer durchbrochen. Ein Zehn-Punkte-Plan zur Wiedervereinigung wird erarbeitet. 18.3.90: Volkskammerwahlen. erste freie demokratische Wahlen in der DDR. Auch Westparteien zugelassen. 24.6.-8.7.90: Fuballweltmeisterschaft. Westdeutschland Weltmeister Euphorie. 1.7.90: Wirtschafts-, Whrungs- und Sozialunion geschaffen. Whrungsreform in der DDR. Umtausch von Mark auf DM zum Kurs 1:2. 3.10.90: Wiedervereinigung der bieden deutschen Staaten. Offizielle Staatszeremonie vor dem Reichstag. (Alex benutzt brigens diese Feierlichkeiten als die Feierlichkeiten zum DDR Nationalfeiertag am 7. Oktober) Weitere Bezge, die im Film eine Rolle spielen: - Produkte des tglichen Lebens wie zum Beispiel Lebensmittel. Ostdeutsche Produkte verschwanden sehr schnell aus den Lden (die Herstellerfirmen wurden geschlossen oder von westlichen Firmen bernommen). Die ostdeutschen Marken im Film sind vor allem Spreewaldgurken (eingelegte Gurken), Rotkppchen-Sekt und f6-Zigaretten. - Alex spricht von 2plus4gleich1. Er meint damit die Gesprche zwischen den beiden deutschen Staaten und den vier Alliierten, denn beide Staaten waren ja noch von den Alliierten besetzt. - Man musste in der DDR bis zu 10 Jahren auf ein Auto warten deshalb der Kommentar der Mutter: Nur drei Jahre! - DDR-Fernsehen: Aktuelle Kamera und Schwarzer Kanal - Fr Motorradfahrer: Alex trgt ein T-Shirt mit dem MZ-Logo eine ostdeutsche Motorradfirma - Und dann die Pioniere, die DDR Jugendorganisation, die im Film wiederaufersteht. Copyright Maggie Hffgen, 2009 '  . O P h hfG\mHsHhhfG\mHsHhg&\mHsHh@U\mHsHh hg&\mHsH(=>GH Vkl67 `^``gd gd P qrcdgh !u"#gd `^``gd #\]            ! " # $ % & ' ( O P gdgd `^``gd ,1h. 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